Magic Karten Blog

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Auf die Streckbank mit dem Gegner …

April 1st, 2008 · 1 Kommentar

Es ist immer wieder spannend ein neues bzw. neu konstruiertes Deck zu testen. Erfahrungsgemäß ist es in der Praxis oft doch anders im realen Einsatz wie man ursprünglich gedacht hat. Nach dem ich die blau-schwarze Handabwurf-Deckliste nach den ersten Fehlversuchen auf Grund der zu geringen Spielgeschwindigkeit und der zuverlässigen Spielverluste schnell wieder verworfen hatte, baute ich diese Deckstrategie komplett um. Heraus kam dabei ein mono-schwarzes Deck.

Statt schwarz-blau wurde daraus mono-schwarz. Statt weniger Kreaturen fanden nun wesentlich mehr Kreaturen Unterschlupf im Startdeck. Ob dies bei dieser Deckvariante besser oder
schlechter ist, sollte dieser Abend zeigen.

Handabwurf meets Burn
In den ersten beiden Spielen testete ich die neue Handabwurfmaschinerie gegen Steffen. Er trat mit einem roten Burndeck an. Und gleich ging die Deckstrategie in Spiel 1 und 2 voll in die Hose. Im ersten Spiel kam eine der oft spielentscheidenden Karten einfach nicht auf die Hand. So konnte Steffen mich locker vom Spielfeld burnen. Kartenabwurf bremst da direkten Burnschaden kaum. Besonders die Spontanzaubereien können bei verfügbaren Mana dennoch vor dem Abwurf noch spontan angewendet und dem Gegner, in diesem Fall meine Wenigkeit, erfolgreich angwendet werden. Spiel 1 war sehr schnell nach ein paar Minuten für mich beendet.

Im zweiten Spiel konnte ich mich etwas länger halten. Obwohl ich einige spielstarke Zaubereien früh ins Spiel bringen konnte, war der Direktschaden doch spürbar schneller und verbrannte meine 20 Lebenspunkte erfolgreich. Ein erfolgreicher Doppelsieg für Steffen war das enttäuschende Endergebnis :-(

Handabwurf gegen rot-grünes Burn und Suspending-Mischmasch
Gegen Bernd versuchte ich es noch einmal mit der Handabwurfstrategie. Und tatsächlich konnte ich das erste Spiel tatsächlich für mich entscheiden. Nach den ersten Spielerfahrungen bekam ich auch langsam das Gespür für ein besseres Timing. Nicht selten wird ein Magicspiel durch das richtige Timing entschieden. Dies spielt gerade bei diesem Deck eine oft entscheidende Rolle. Ein paar der Zaubereien zum falschen Zeitpunkt gespielt und man hat mehr Nachteile als Vorteile. Aber mit dem Spielen kommt da auch die Erfahrung. Im ersten Spiel konnte ich früh einen Augur der Schädel opfern und den Gegner zum Abwurf von zwei Karten zwingen. Meine Streckbank konnte Bernd leider prompt mit Erfolg beseitigen. Da er aber durch weiteren Handabwurf nicht so recht ins Spiel kam, reichten zwei Gierige Ratten und aktivierter ein Worker aus Mishras Fabrik um ihn zu besiegen.

Im zweiten Spiel hatte sich Bernd bereits gut auf mein Deck eingestellt. Einige meiner Kreaturen wurden schnell beseitigt. Im vierten Zug brachte ich erfolgreich die Streckbank ins Spiel. Dank zweier Blattern hintereinander konnte ich seine Manabasis niedrig halten. Dadurch das er ebenfalls ein Land opfern mußte fehlte ihm immer ein Mana um eine der seltenen Handkarten ausspielen zu können. Er kam nicht mehr ins Spiel und die Streckbank tötete ihn so langsam aber sicher.

Im dritten Spiel war es einige Zeit sehr ausgeglichen. Meine Viecher, ich mein Kreaturen, wurden oft erfolgreich von ihm beseitigt. Aber am Ende sorgte mal wieder die Streckbank und ein Blattern für den Spielsieg zu meinen Gunsten. 3:0 – Sicherlich lag dies aber daran, das bei Bernd seinem Deck die meisten Zaubereien 3 Mana zum ausspielen benötigt haben. Und dank dem Blattern konnte ich so oft seine Manabasis im entscheidenden Moment schwächen. Und die Streckbank oder die ein oder andere Kreatur besorgte dann den Rest.

Handabwurf gegen Orzhov
Zu fortgeschrittener Abendstunde sollte der Handabwurf gegen das Deck der letzten Wochen und Monate getestet werden. Steffen sein schwarz-weißes Orzhov-Deck ist inzwischen bei jedem von uns unbeliebt. Dies liegt wohl daran das dieses Deck oft gewinnt. Dies liegt aber auch daran das dieses Deck auf alles eine Antwort weiß. Also ein sehr ausgeglichenes Deck. Ich rechnete also mit einer dicken Abreibung.

Im ersten Spiel konnte ich mit einer gierigen Ratte auch gleich den ersten Handkartenabwurf realisieren. Es stellte sich gleich ein Isamaru, Kondas Jagdhund in meinen Angriffsweg. Schade das der gute auch noch stärker war als meine kleine Ratte. Also spiele ich in der nächsten Runde ein Klagen der Reue und lasse Steffen eine weitere Karte von der Hand abwerfen. Die Spuk-Fähigkeit gebe ich meiner Ratte (wenn diese in den Friedhof geht, darf der Gegner noch einmal eine Karte abwerfen). Super ich ziehe eine Phyrexianische Arena und bringe diese erfolgreich ins Spiel. Ich denke mir mit dem kommenden Kartenvorteil sollte ich eigentlich das Spiel gewinnen können. Aber leider kommt es anders als mein denkt. So auch hier. Steffen spielt ein Schwert aus Feuer und Eis und rüstet damit erfolgreich eine seiner kleinen Kreaturen aus. Nach ein paar Zügen macht er mich damit platt. Der Sieg von Spiel eins geht an Steffen.

Das zweite Spiel ist relativ lange ausgeglichen. mit zwei gut getimten Blattern kann ich seine Manabasis zu Beginn in Schach halten und so seine Angriffslust etwas bremsen. Durch eine Phyrexianische Arena komme ich in den Vorzug unter mehr Karten auswählen zu können. Die Oberhand kann ich allerdings noch nicht so richtig gewinnen. Das Spiel ist immer noch sehr ausgeglichen. Einige seiner Kreaturen landen durch Handkartenabwurf und Opferzaubereien im Friedhof. So wird mein Kadaverreißer zu einer 7/7er Kreatur. Verdammt… sorry, aber gerade da wo es in die entscheidende Phase geht ruft mich die letzte S-Bahn zum Aufbruch. Das Spiel wird leider in seiner spannendensten Phase abgebrochen. Aber es hat mir gezeigt das diese Handabwurf-Deckliste ganz interessant und erfolgreich zu spielen ist. Gegen schnellen Burn braucht es etwas zu lange. Gegen Weenies kann es aber schon gut mithalten und gegen etwas langsamere Decks ist sehr häufig dominierend.

In den nächsen Wochen mache ich mich noch an das Finetuning. Aber diese Varianten ist schon sehr gut spielbar und ist sicherlich noch entwicklungsfähig.

Tags: Magic Spielabende

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