Nach dem für mich der letzte Magicabend schon fünf Monate her war, freute ich mich auf den heutigen Jahresabschlußabend besonders. In den letzten Tagen hat es auch bei uns im milden Süden etwas Schnee beschert und das Wetter ist entsprechend kühl. Nach fünf Monaten ohne Spielpraxis kamen mir zu erst kaum Zweifel. Aber nach den ersten Spielen mußte ich dann doch feststellen, das man ohne Spielpraxis dann doch wieder manchen Anfängerfehler begeht. Aber dazu später in den Spielberichten.
1. Spiel gegen Frank
Mit meinem grün-weißen Stompy-Deck wollte ich wie am letzten Abend meine Gewinnserie fortsetzen und konnte auch gleich eine Ätherphiole ins Spiel bringen. Das ich auf der Starthand nur ein Land hatte brachte mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus der Ruhe. Frank brachte auch gleich einen Llanowar Elfen ins Spiel. Aha, grün gegen grün war mein erster Gedanke, da sollten doch meine kleinen Viecher auf Grund ihrer Schnelligkeit auch das Spiel gewinnen. In Runde zwei spielte ich auch mal eben einen Frostbringer. Dies sollte Frank für die nächsten Runden erst einmal ausbremsen. Entsprechend tat er auch seine Meinung in Form eines erschöpften Stöhnens kund. Aber er ließ sich nicht entmutigen und spielt prompt einen Kletterranken-Kudzu und hatte bereits eine Kreaturenübermacht im Spiel. In der dritten Runde erkannte ich meinen Anfangs- und Anfängerfehler nur mit einem Land zu spielen. Ein Mulligan wäre hier die bessere Wahl gewesen, aber nun war es bereits zu spät. Normalerweise ist der Räubernde Elefant eine tolle Kreatur – für ein grünes Mana 3/3 ist eigentlich super. Aber nicht wenn man einen Wald opfern muß und noch keinen im Spiel hat!
Frank spielte weitere grüne Kreaturen aus und spielte einige Länder wo er ein anderes auf die Hand zurück nehmen durfte bzw. mußte. So konnte er regelmäßig ein Land spielen und den Kletterranken-Kudzu wurde immer fetter.
Endlich zog ich ein Gestrüppland und konnte den Elefanten über die Ätherphiole ins Spiel bringen. Und mit einem bereits vorhanden Wald mit einem Grüner Zorn verstärken.
So langsam hatten beide eine kleine Kreaturenarmee aufgebaut. Mein Angriff brachte dann auf beiden Seiten Verluste. Allerdings konnte Frank dank eines Wurzelsippen-Zytoplast seine Kreaturen mit weiteren +1/+1 Countern verstärken. Bei den folgenden Angriffen wurde ich dann zur Aufgabe gezwungen und habe dieses Spiel verloren.
2. Spiel – Frank – Steffen – Bernd
Bevor unser vierter Spielpartner eintraff überbrückten wir die Zeit mit einem Spiel zu dritt, jeder gegen jeden. Ich versuchte es zum ersten Mal mit einem schnell zusammengestellten weißen Kithkin-Deck. Kleine Weenies mit ein paar netten Synergien aber sicherlich kein Hammerdeck da sich fast nur häufige und nicht so häufige Karten die Grundlage für das Deck waren. Frank ging mit dem selben Deck welches viele verstärkende Counter produzieren kann an den Start. Und bei Steffen entpuppte sich das er ein weiß-rotes Kreaturendeck zum Sieg führen wollte.
Im Prinzip ist das Spiel in wenigen Sätzen erzählt. In den ersten Spielrunden bauten alle drei ihre Kreaturen auf. Durch Verstärkungszaubereien und Fähigkeiten neutralisierte man sich gegenseitig und keiner traute den ein oder anderen Gegner anzugreifen. Da ich manchmal ungeduldig bin wagte ich den ersten Angriff auf Frank. Dies setzte sich über mehrere Züge hinweg. Irgendwann konnten Steffen und Ich Frank erfolgreich besiegen. Durch den Zweikampf mußte ich allerdings auch bereits einige Lebenspunkte lassen, so daß dann im finalen Match Steffen leichtes Spiel hatte und souverän durch seine Geduld das Spiel gewann.
Spiel 3 – Steffen gegen Bernd
Steffen ging mit seinen neuen rot-weißen Kreaturen an den Start um meine grün-weißen Stompies vom Tisch zu fegen. Nach einigen heftigen kleineren Kämpfen und Beseitigungszaubereien auf beiden Seiten brachte am Ende ein Trauerthrull verzaubert mit einem grünem Zorn den Sieg! Dank eines Frostbringers konnte Steffen auf Grund des knappen Manas seine Kreaturen nicht im gewohnten Tempo ins Spiel bringen. Hier half mir die Ätherphiole sehr. Mit ihr konnte ich diesen Mangel ausgleichen und so meine billigen Kreaturen sicher ins Spiel bringen und hatte nach einigen Runden dann auch eine kleine Übermacht im Spiel. Nach einigen Angriffsversuchen gab Steffen irgendwann das Spiel auf.
Spiel 4 – Steffen gegen Bernd
Beide Spieler setzten das selbe Deck ein. Nur diesmal ging es anders aus. Steffen bekam seine Kreaturen schneller ins Spiel und konnte meine spielstarken Kreaturen früh beseitigen und zwang mich nach einigen Runden zur Aufgabe. Erschwerend kam für mich auch noch das klassiche Pech beim Kartenziehen dazu. Aber so ist dies nun mal hin und wieder bei Kartenspielen! Der Sieg ging an Steffen.
Spiel 5 und 6 - Frank – Bernd 1 – Bernd 2 – Steffen
Wir spielten jeder gegen jeden. Frank mit schwarz-weißen Deck das einige Synergieeffekte beinhaltete. Bernd 1 mit einem Kavudeck das er irgendwie verschlimmbessert hat. Und ich probierte es mit meinem kostengünstigen Kithkindeck. Steffen brachte sein altbewährtes Orzhov-schwarz-weiß, welches auf alles mögliche eine Zauberei hat.
Das erste Spiel ging dank eines Dunkler Mitwisser und den dadurch erzielten Kartenvorteil an Steffen. Bernd mit seinen Kavus war als Erste besiegt. Bevor er irgend etwas brauchbares auf den Tisch legen konnte, durfte er sich auch schon verabschieden.
Im zweiten Spiel ging ich als zweiter in die ewigen Jagdgründe und mußte mich dann auch auf den Weg zur S-Bahn machen …
Fazit des Abends:
Man sollte bei schlechten Karten nicht auf einen Mulligan verzichten.
Man sollte im Multplayer sich mehr in Geduld üben.
Man sollte öfters spielen um eine gewisse Routine bzw. Übung zu haben.
Ich sollte das ein oder andere Deck noch einmal überdenken bzw. überarbeiten.
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