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Perforierter Blinddarm legt Magic-Spielrunde lahm

Mai 7th, 2009 · Keine Kommentare

Nach einer Woche mit hohem Fieber und anschließenden drei Wochen Krankenhausaufenthalt bin ich heute endlich aus dem Krankenhausbetrieb endlich entlassen worden.

Was war passiert? Am Gründonnerstag wachte ich mit 39 Grad Fieber auf. Nach einem Anruf beim Hausarzt wird ein Grippevirus diagnostiert. Nach ein paar Tagen geht das Fieber unter 38 Grad runter. Offenbar um die folgenden Tage zu neuen Höchstständen auf 39,7 Grad zu steigen. Beim Besuch des Hausarztes wird auf Grund fehlender Schmerzen eine Entzündung im Inneren vermutet. Ich bekomme starke Antiobotika verschrieben. In der zweiten Nacht muß ich allerdings erbrechen und werde am Folgetag vom Hausarzt in das Krankenhaus überwiesen.

Die Ärzte vermuten eine Entzündung eines der inneren Organe. Die ersten zwei Tage darf ich viele Tests, Röntgen, Sonographie und CT-Röntgen über mich ergehen lassen, bis man feststellt das der Blinddarm perforiert ist. Nebenbei entdeckt man noch zwei Einschlüße an der Leber. Umgehend werde ich von der Inneren in die Chirurgie verlegt und komme am selben Abend unters Messer. Am nächsten Morgen bin ich ohne Blinddarm, obwohl der nie Schmerzen bereitet hat? Da durch die Perforation bereits Unrat in die Bauchhöhle auslief mußte diese ausgespült werden. Also hat man gleich eine Drainage gelegt. Ein Schlauch der aus dem Bauch herausschaut und an desen Ende ein Kunstoffbeutel möglichen weiteren Unrat auffängt bzw. ausspülen soll.

Nach dieser OP mußte man ausschließen das ich keinen Fuchsbandwurm habe. Es wurden reichlich Blutproben abgezapft und an das Robert-Koch-Institut zur Untersuchung gesendet. 5 lange Tage dauerte es bis das negative Ergebnis mitgeteilt wurde. Das Fieber hielt sich auch ohne Blinddarm noch tapfer bei 38 bis 39 Grad. Der Grund war der perforierte Blinddarm den ich wohl schon seit Monaten mit mir herumtrug. Dieser gab immer wieder Unrat ab und die Leber versuchte diesen immer zu bereinigen. Irgendwann ging es auf Grund der Menge nicht mehr und in den beiden Einschlüßen bzw. Zisten bildete sich Eiter. Durch diesen wurde das Fieber ausgelöst. Also mußte noch der Eiter aus der Leber raus. In zwei Eingriffen wurde die Leber punktiert. Der Eingriff ist erträglich. Danach hatte ich beim nachlassen des Schmerzmittels allerdings teilweise höllische Schmerzen. Bei den Punktierungen erhielt ich ebenfalls zwei Drainagen seitlich am Rücken mit Auffangbeutel am Ende. Äußerst unangenehm da man in der Nacht kaum schlafen kann, da ein liegen auf der Stelle fast immer mit erhöhtem Schmerzempfinden verbunden war.

Aber nach drei Wochen war das gröbste vorbei und ich durfte endlich nach Hause. Da das Krankenhausessen keine kulinarische Höhenflüge auf den Tisch brachte war ich darüber sehr froh. Nun versuche ich die 7 verlorenen Kilo langsam wieder aufzuholen und den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Leider fehlte bei unseren Magicabenden auf Grund meiner Krankheit immer der vierte Mann für einen ausgeglichenen Spieleabend. So litten leider auch meine Magicfreunde mit meinem Krankenhausaufenthalt :-(

Tags: Zauber-Gedanken

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